Adventskalender für mich

Fast hätte es in diesem Jahr keinen Adventskalender für mich gegeben. Keinen einzigen. Die Männerfraktion im Haus fand auf Nachfragen einen Adventskalender mit Schnickschnack schlichtweg überflüssig, „weil ein Kasten Bier mit vierundzwanzig Flaschen wesentlich effizienter und die Weihnachtsstimmung dazu gleich integriert“ sei. Ich lasse das mal unkommentiert. Die Tochter schmollte, weil der anvisierte Kalender von essie augenblicklich ausverkauft war und ein selbstgemachter irgendwie keine wirkliche Alternative darstellte. Mir selbst einen zu basteln erschien mir etwas überambitioniert und Zeit fehlte auch. Also hatte mich schon damit abgefunden, dass es dann eben in diesem Jahr keinen Adventskalender gibt.

Bis mir dann eine Mail vom Galiani-Verlag ins Mailpostfach flatterte, in der mir mitgeteilt wurde, dass ab dem 01. täglich auf Facebook und Twitter jeweils ein Türchen des Galiani-Adventskalenders geöffnet wird – mit Illustrationen aus Kat Menschiks neu erschienen Büchern. Wer mir hier oder auf meinen Social-Media-Kanälen folgt, weiß, dass ich Ihre Arbeiten sehr mag (und hier gibt es sogar ein kleines Interview mit ihr). Aktuell erscheint bei Galiani eine ganze Reihe von ihr illustrierter Bücher; ein Herzensprojekt, in denen sie die Werke auf ihre ganz eigene Art interpretiert und untermalt. Hier dürft ihr schon mal lauern (natürlich hab ich den Verlag artig vorab gefragt und darf euch die Hebamme aus „Romeo und Julia“ schon mal zeigen):

©Kat Menschik

©Kat Menschik

Ich denke, man kann nachvollziehen, warum ich ganz bestimmt jedes einzelne dieser Türchen öffnen werde. Oder?

Da ich mir gedacht habe, dass es bestimmt noch mehr Menschen gibt, die sich ebenfalls für virtuelle Adventskalender begeistern  können, habe ich mich mal auf die Suche gemacht und geschaut, was es sonst noch so gibt. Drei Alternativen habe ich gefunden, die ich euch noch vorstellen will:

Beim MOKA-Magazin gibt an jedem Adventskalendertag wunderbare Bücher zu gewinnen – und zwar auf dem Blog oder auf der Instagram-Seite. Und damit ich es nicht vergesse: Es haben wohl genug Leute gequengelt und gewünscht – auf jeden Fall gibt es ab sofort dieses schön gestaltete, quadratische und bisher nur als Einleger oder Download verfügbare regelmäßige Magazin  auch in „richtig“, also in Papierform, über den Online-Shop zu bestellen.

Bei 54stories gibt es 24 Mal unterschiedliche Texte von unterschiedlichen Autoren in ebenso unterschiedlichen Formaten. Interessant und sehr speziell.

Kreativ und individuell startet auch der Hanser-Verlag in den weihnachtlichen Countdown: Für jeden Tag bis zum Heiligen Abend haben 24 Autoren eines ihrer aktuellen Bücher zu einem Unikat gemacht, von dem jeden Tag eins verlost wird. Einzigartiger geht’s nicht.

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht. Aber vermissen werde ich einen „richtigen“ Adventskalender jetzt nicht mehr.

 

5 Kommentare

  1. Liebe Sonja,
    ich danke dir für deine Anregungen. Wurde bei den 54stories direkt fündig. Beide Beiträge (Tag 1 und 2) haben mich angesprochen. Da werde ich jetzt täglich vorbeigucken.
    Allerdings hatte ich bis heute nicht den Gedanken, dass ich einen Adventskalender brauche. Aber gute Texte immer!
    Wünsche dir und deiner Familie eine wunderbare, stressfreie Adventszeit.
    Herzliche Grüße
    Claudia

  2. Auch wenn ich einen echten Adventskalender habe (Sprüche von Sebastian23), dann werde ich da sicherlich mal bei dem ein oder anderen vorbeischauen. Vielen Dank fürs Aufspüren und Aufschreiben!

  3. Hallo Sonja,

    Den Bier-Adventskalender find ich interessant. Habe auch seit Jahren keinen mehr. Das könnte eine Alternative sein. Aber auch deine Links haben mir gefallen, wusste nicht, dass es so etwas gibt.

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