Schlagwort: Experiment

Thomas Klugkist – Hanna und Sebastian

hanna und sebastian_c.h.beck_verlag

Im Frühjahr konnte man sich beim Verlag C.H.Beck um ein Rezensionsexemplar des Buches „Hanna und Sebastian“ von Thomas Klugkist bewerben. Der Klappentext versprach:

„Dieser sinnlich-virtuose Roman, das literarische Debüt von Thomas Klugkist, erzählt in Briefen, Mails und SMS von einem rückhaltlosen Liebes- und Beziehungsexperiment.“

Das hatte meine Neugierde geweckt; vor allem, weil die Idee, einen Roman nicht in Erzählform, sondern in Brief-, SMS- oder Mailsequenzen zu verfassen, nicht neu ist. Ich habe „Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer gelesen (ganz nett) und im letzten Jahr folgte „Warte auf mich“ vom Autorenpaar Philipp Andersen und Miriam Bach (schon besser).

Entsprechend gespannt war ich, wie ein Mann, der seine Dissertation über Thomas Manns „Doktor Faustus“ schrieb, sich diesem Thema nähert.

Und es war – anfangs seltsam, manchmal irritierend, häufig anstrengend. Aber auch intensiv berührend und dauerhaft die Gedanken zum Fliegen bringend. Schwer beschreibbar.

Ich habe lange überlegt, wie ich eine Rezension verfassen kann, die dem Buch gerecht wird und gleichzeitig meine persönlichen Leseeindrücke zusammenfasst. Mir kam die Idee, dass die Form des Briefwechsels vielleicht angemessen sei – und wer wäre dazu wohl besser geeignet, als der Autor des Buches selbst? In einem meiner impulsiv-wagemutigen Momente schrieb ich ihn kurzerhand an. Und was soll ich sagen… Das kam dabei heraus:

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